Herbstferien 2017 wurden offiziell abgeschafft,

jedenfalls für mich. Ich nutze wie immer die unterrichtsfreie Zeit um alles aufzuarbeiten, was in den letzten sieben Wochen so liegenblieben ist und das ist leider nicht wenig. Epochenhefte durchschauen, Berichte schreiben, Arbeiten korrigieren und zukünftige Unterrichtsstunden vorbereiten. Die Berge auf meinem Schreibtisch stapeln sich in schwindelerregende Höhen. Vielleicht sollte ich einfach die Tür zum Arbeitszimmer schließen, nach dem Autoschlüssel greifen und Richtung Meer fahren. Oder doch die Berge? Ach, einfach weg und hoffen, dass die Bücher und Stifte den Weg nicht finden. Trotz bereits dreijähriger Arbeit an der Schule, befinde ich mich noch nicht in der Situation auf gutvorbereitete Unterrichtseinheiten zurückgreifen zu können. Aber will ich das überhaupt?

Nein, ich sehe es als meine Pflicht an, jeder Klasse einen spannenden und lehrreichen Unterricht zu ermöglichen und dabei auf die vorliegenden Besonderheiten der einzelnen Schüler einzugehen. Inklusion ist hier das Zauberwort. Dabei setze ich es mir zum Ziel einen handlungsorientierten Unterricht zu gestalten, d.h. dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Kopf und Handarbeit der Schüler besteht. Nur über das eigene Tun können die Schüler den Stoff durchdringen und für sich ergreifen. Das hört sich jetzt an wie aus einem Lehrbuch, aber ist es nicht genau das, was unsere Kinder erwarten dürfen? Sie sind doch unsere Zukunft. Wie heißt es so schön: „Das ist die Generation, die unsere Rente bezahlt.“ Unsere Rente? Hm, das ist wohl ein anderes Thema, was viel Potential in sich trägt. Aber nun zurück zur Unterrichtsvorbereitung.  Gern nehme ich auch lebenspraktische Probleme in den Unterricht auf. Das führt zwangsweise zu Fragen auf Seiten der Schüler und daraus wird in der ersten Unterrichtsphase das Problem weiter eingekreist und genau definiert. Anschließend geht es an die Problemlösung. In Gruppen- und Einzelarbeiten und Diskussionen werden Vorschläge erarbeitet, vorgestellt und gesammelt. Aus diesen Arbeiten ergibt sich eine gemeinsame Lösung. Die Schüler sind dabei die Akteure und ich begleite sie.

Bei meinen eigenen Ansprüchen an den Unterricht bleibt eben wenig Zeit für Ferien, aber das Lachen und das Lob der Schüler ist jede einzelne Stunde am Schreibtisch wert. Vielleicht habe ich ja Weihnachten mal wieder Ferien?

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s