Die 12 Sinne des Menschen…

Innerhalb eines Seminares beschäftigte ich mich mit den 12 Sinnen des Menschen.   Rudolf Steiner`s Sinneslehre ist ein Teil der von ihm begründeten Anthroposophie und ist in vielen seiner Vorträge und Schriften zu finden. Zu den uns 5 bekannten Sinnen (Hör-, Tast-, Geruchs-, Seh- und Geschmackssinn) hat er noch weitere sieben hinzugefügt. Er geht von einer Dreigliedrigkeit des Menschen aus. In dem er sagt, dass der Mensch aus Leib, Seele und Geist besteht. Daher teilt er die Sinne in drei Gruppen ein, die unteren, mittleren und oberen Sinne.

In einem Vortrag, den Rudolf Steiner 1916 in Berlin gehalten hat, schildert er das Grundprinzip der anthroposophischen Sinneslehre folgendermaßen: „Bei unserer letzten Betrachtung habe ich bei einer gewissen Gelegenheit wiederum angespielt auf diese Vorträge über Anthroposophie (Quelle: GA 115), namentlich darauf, dass ich dazumal betont habe, der Mensch habe eigentlich zwölf Sinne. Und ich habe ja das letzte Mal ausgeführt, dass dasjenige, was verbreitet ist über die Nervensubstanz des Menschen im Zusammenhange mit seinen Sinnen, nach der Zwölfzahl geordnet ist, weil der Mensch einmal in diesem tiefsten Sinne ein Mikrokosmos ist und den Makrokosmos abbildet. Zwölf Sternbilder, durch die der Sonne Kreislauf im Jahre geht, draußen im Makrokosmos — zwölf Sinne, in denen das Ich des Menschen eigentlich lebt hier auf dem physischen Plan! Gewiss, die Dinge sind draußen, in der Zeit aufeinanderfolgend etwas anders: Die Sonne bewegt sich vom Widder durch den Stier und so weiter bis wieder zurück durch die Fische zum Widder. Aber der jährliche Sonnenkreislauf geht durch diese zwölf Sternbilder. Alles, auch was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf Sinne habe ich dazumal aufgezählt: Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Sehsinn, Wärmesinn, Gehörsinn, Sprachsinn, Denksinn, Ichsinn. Im Umkreise gleichsam dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so, wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt.“ (Quelle: GA 169, S 58ff

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